Nachgedacht*

Auf meinem Instagram-Account schreibe ich vermehrt über meine Gedanken und Gefühle, Erfahrungen in Kanada, meine Yogalehrerausbildung, die Verbindung zwischen Körper und Geist und natürlich was mich antreibt, im Thema Umwelt einen Unterschied zu machen.

Diese Gedanken sind unheimlich wertvoll für mich und ein kleiner Schritt, um meiner Stimme mehr und mehr Raum zu geben. Ich freue mich sehr, wenn sie dich finden und du dich darin wiederfinden kannst!

Die meisten meiner Beiträge findest Du hier, der aktuellste ganz oben 🙂 Wenn Du Deine Gedanken dazu mit mir teilen magst, schreib mir unheimlich gern einen Kommentar als Feedback!

Eine Übung aus dem Yoga gestern: Schließ die Augen und denk an etwas, was Dich richtig glücklich macht, worin Du richtig gut bist und bei dem Du die Zeit vergisst. Stell Dir vor, wie

Du genau das machst. Welche Gefühle weckt es in Dir? Wie bist Du, wenn Du dieser Sache nachgehst?
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Wir sollten es unserem Sitznachbar erklären, und ich hab wieder einmal gemerkt wie eindeutig meins doch ist. Ich vergesse die Zeit während ich das mache, ich will immer mehr darüber lernen und es fühlt sich nicht wie Arbeit an. Ich hab es in der Story die Tage schon erwähnt, es ist diese Verbindung zwischen Symptomen und dem Geist, die Nachrichten des Körpers, die Kraft, die wir haben und doch so oft verleugnen. Unser KörperSinn. Wir sind so viel mehr als der Zustand unseres Körpers, so viel mehr als ein bestimmter Schmerz und so viel mehr als die Geschichte, die wir uns immer wieder erzählen. ⠀⠀
Wenn ich davon spreche sehe ich so aus wie auf dem Bild: Stolz. Herausgefordert. Magisch angezogen von dem Weg, der da vor mir liegt. Ich werde ganz energisch und meine Augen leuchten. Darum geht es doch im Leben, oder? Dieses unverwechselbare Strahlen in den Augen.


Eine unserer Lehrerinnen in der Yogaausbildung erzählte uns neulich von einer Schülerin, mit der es während einem Thema zur Yoga Philosophy im Alltag zu einer ausschweifenden Geschichte kam und sie verschiedene Dinge beschrieb, die sie nach der Ausbildung gern machen würde. Also zum Beispiel in welchem Studio sie gern unterrichten mag, in welchem Bezirk sie wohnen will und in welchem Café sie am liebsten jeden Morgen ihren Kaffee trinken würde. Unsere Lehrerin stellte während der Erzählung fest, dass sie selbst genau diesen besagten Traum gerade lebt: selbes Studio, selbes Café, selbe Gegend. ⁠⠀⠀
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Hier im Büro zu sitzen, auf die Berge zu schauen, über Menschen nachzudenken, die unheimlich gern nach Kanada kommen und sich hier ein Leben aufbauen würden (letzteres gehört tatsächlich gerade zu meinen Aufgaben), ist ein Privileg – ich lebe den Traum von vielen anderen. Nach ein paar innerlich grauen Tagen diese Woche ein kleiner Herzmoment mit mir selbst und ein Grund für Dankbarkeit 💫


In dieser Firma zu arbeiten ist anders. Wertschätzung ist anders. Perspektiven sind anders. Der Weg in alle Richtungen ist frei. Die Frage was ich mir vorstelle, wohin meine Reise hier gehen soll, wie mein Traumjob im Unternehmen aussieht und vor allem aktives, selbstständiges Arbeiten begegnet mir hier oft. Ich gebe zu, dass mich das zu Beginn sehr überfordert hat – wohl auch, weil ich mir zum ersten Mal selbst diese Fragen gestellt habe. Keinem Trott mehr zu folgen, sondern sein „Arbeitsglück“ selbst in die Hand zu nehmen (als Angestellter) ist ein echter Fortschritt und bringt mich ganz schön aus der Komfortzone. Gerade deswegen möchte ich diesen Ort gerade gegen keinen anderen Job der Welt eintauschen! Ein großer Teil davon ist, wie überdurchschnittlich wertschätzend wir hier behandelt werden. Damit meine ich nicht, dass wir uns ständig schmeicheln wie toll wir sind, eher, dass ALLES geschätzt wird: Stärken, Schwächen, Lebenswandel, Entwicklung, freies Denken. Mein Chef ist ein Juwel von Mensch und eine so große Inspiration im Umgang mit anderen – ich muss nur noch rausfinden, wie er das macht! Ein Hoch auf die nächsten Monate, um genau das zu entschlüsseln 🙌🏼⁠⠀


Mehr Herz – das ist, was ich hier teilen möchte. Als @corinnakehl in einem ihrer letzten Beiträge erzählte, dass es ihr schwer fällt hier so viel von ihrem Herz und Leben zu teilen, wenn offline so viel passiert, fühlte ich mich ertappt. Und dabei sind das oft genau die Herzmomente, die wir so gern sehen ✨ ein solcher Moment hat mich durchs Wochenende begleitet, denn ich bin stolz, die letzten 2 Jahre mit diesem Mann an meiner Seite verbracht zu haben. Stolz, dass wir so viel gelernt haben voneinander – auch und wohl vor allem durch Zeiten, in denen wir uns nicht so sehr verbunden fühlten wie sonst. Ich glaube daran, dass jeder Mensch in unserem Leben ein Spiegel ist, und ich hätte in dieser Zeit niemals so wachsen können, wenn es diesen besonderen Spiegel nicht geben würde. Das Beste daran ist, dass wir trotz allem immer wieder zurückkommen zu dem, was uns verbindet: unsere Seele und unser Herz ♥️


„Success looks different for everyone, remember that“ – vor ein paar Tagen hatten wir einen wunderbaren Speaker für eines unserer Programme auf der Arbeit zu Gast, und selbst ich am Rand habe so viel mitgenommen. Den Raum zu verlassen und zu spüren, dass so viel mehr noch auf einen wartet in diesem Leben und dass JEDER etwas erreichen kann, dass JEDER die gleichen Möglichkeiten im Leben haben kann. Ich erzähle hier nicht so viel über meinen Job, aber es ist ein Ort des Lernens für mich. Ich lerne direkt und indirekt über Glaubenssätze, die Beziehung zu (viel) Geld, ein unternehmerisches Mindset und wie Menschen dort hingekommen sind, wo sie heute stehen oder welche Fortschritte sie machen, wenn sie gerade erst angefangen haben. Diese besondere Session zum Beispiel hinterlässt etwas, was unbezahlbar ist: Inspiration. ⁠⠀
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Schau in den Spiegel und frag Dein Herz, was Du tun kannst – es wartet auf Dich und schaut vermutlich so wie das Mädchen auf dem Bild. Was ist der nächste Schritt in Deine Zukunft?


Ich sehe nach vorn und der Horizont ist so weit entfernt. Ich sehe Ideen, Inspirationen, Zusammenhänge, Bilder, doch sie finden keinen Platz. Ich sehe Licht und doch den Weg kaum. Ich will vorwärts, doch das Hier und Jetzt braucht mich. Ich will zu viel auf einmal.⁠⠀
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Eine schwere Erkenntnis für mich und doch so wichtig. „Achte auf Dich, Vanessa“ würde ich jetzt in mein Journal schreiben. Ja, achte auf Dich, das gilt wohl für uns alle.


„Changing the perspective on body symptoms, diseases and self-perception. Bringing more love and light into this world, stepping up and being a powerful, soulful woman guiding others.“⁠⠀
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Das habe ich beim letzten Vollmondritual als Antwort auf die Frage „What do you want to be remembered for doing?“ in mein Journal geschrieben. Wir sind eine Generation die umdenkt, die weiterdenkt, die neue Ansätze verfolgt und die heilen kann, was unsere Eltern und Großeltern in ihrer Generation nicht konnten. Ich weiß das Wort HEILUNG ist groß und genau das sind wir auch. Größer als unser Ego, unsere Ängste, unsere Wut. Wir suchen die Lösungen bei anderen, bei Orthopäden, bei Dermatologen, beim Physiotherapeuten, aber was ist die Ursache für die Dinge, die uns dort hintreiben? Das weißt Du und vor allem Dein Körper ganz genau. Lass uns gemeinsam hinschauen.⁠


Verurteilung – Wortbedeutung/Definition: sehr negative Bewertung von jemand oder etwas | Ich habe letzte Woche in den Storys von einem Gespräch über die 4 Gremlins gesprochen: Imposter Syndrome, Perfection, Judgement, Comparison. Mir begegnen alle vier in regelmäßigen Abständen, wenn auch auf verschiedene Art und Weise. Mit manchen kann ich besser, mit manchen schlechter. Mein wohl größter Punkt ist Verurteilung. Dieser Gremlin lässt mich langsamer werden, er hat immer einen offensichtlichen oder unterbewussten Grund, mich nicht zu zeigen, meine Stimme nicht zu nutzen und nicht für das loszugehen, was mir am wichtigsten ist: LIEBE, HEILUNG & VERBUNDENHEIT. Ich habe kein Allheilmittel dagegen, aber was mir hilft, ist, das Gefühl immer wieder zuzulassen und mich daran zu erinnern, von welcher Angst es getrieben wird – einer Angst, die ich in vergangenen Lebensphasen gesammelt habe und die mir heute nicht länger dient. Denn am Ende eines jeden Tages soll mein Herz so voll sein wie auf dem Foto, mein Lachen so echt und die Welt genauso groß 🧡


„Jeder Mensch auf Erden hat einen Schatz, der ihn erwartet“, sagte sein Herz. „Wir Herzen sprechen jedoch wenig von diesen Schätzen, weil die Menschen sie schon gar nicht mehr entdecken wollen. Nur den Kindern erzählen wir davon. Dann überlassen wir sie dem Leben, jeden seinem Schicksal entgegenzuführen. Aber leider folgen nur sehr wenige dem Weg, der für sie vorgesehen ist und der Weg zu ihrer inneren Bestimmung ist und zum Glück. Sie empfinden die Welt als etwas Bedrohliches – und darum wird sie auch zu etwas Bedrohlichem. Dann sprechen wir Herzen immer leiser, aber ganz schweigen tun wir nie. Und wir hoffen, dass unsere Stimme überhört wird: Wir wollen nämlich nicht, dass die Menschen leiden, weil sie nicht ihren Herzen gefolgt sind.“ / Der Alchimist – Paulo Coelho⁠⠀
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Damit möchte ich meine Reihe zum Körpersinn starten, denn es ist die Fortsetzung von dem, was der Alchemist hier beschreibt: wenn wir dieser inneren Stimme, unserem Körper, nicht zuhören, wird er andere Wege finden, um auf sich aufmerksam zu machen. Er wird leise, aber er schweigt nicht. Seine Stimme manifestiert sich in den Symptomen, die wir haben. Und wer sich die Weisheiten von Oma und Opa erinnert weiß, sie hatten immer einen passenden Spruch dazu! „Was ist Dir denn für eine Laus über die Leber gelaufen?“ – Klassiker, wer kennt ihn nicht. Für welches manifestierte Gefühl könnte die Leber also stehen?


Wir legen uns im Leben verschiedene Lagen zu, Persönlichkeitserweiterungen, -eigenschaften, Aspekte und Erfahrungen aus denen wir lernen. Wie eine Zwiebel fügen wir immer mehr Schichten hinzu, wodurch die Alten manchmal mehr Aufmerksamkeit fordern oder die Neuen erst ihren Platz finden müssen. Manchmal treffen wir auch vermeintlich alte Lagen wieder, um sie gemeinsam mit aktuellen zu einer neuen Lage zu verbinden. ⁠⠀
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So fühle ich mich seit dem Start der Yoga-Ausbildung – als würden ganz viele neue Lagen auf mich warten, und gleichzeitig sind da noch die Alten, und einfach nur alles aufeinander zu packen fühlt sich nicht richtig an. Es braucht wohl Zeit und ein wenig Liebe, sie in die richtige Ordnung zu bringen, oder?


Frei sein. Einatmen, ausatmen. Aufsaugen, was in der Luft liegt und die Erde unter den Füßen spüren. Sich verbinden mit der Kraft der Natur, der Magie des Lebens, dem aktuellen Moment, unabhängig von Vergangenheit oder Zukunft. Lieben. Sich und seiner persönlichen Verantwortung für sich selbst, unsere Umwelt und sein Inneres bewusst sein und sie annehmen. Den Ozean inhalieren und die eigenen Gedanken immer wieder erfrischen.⁠⠀
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– mein Manifest für den Oktober, den nächsten Mondzyklus und das Leben 🦋

„Ich konnte im Traum in mein Becken schauen und ganz viel alten Schmerz herausholen.“ – Dieser Satz hat mir Gänsehaut bereitet und tut es immer noch. Er kommt von einer Person, mit der ich über ihren Körper und ihre Symptome gesprochen habe. Das Becken war eines ihrer Schwachstellen und schon beim Reden konnten wir erkennen, wie sich das durch die ganze Familie zieht. Ich bin jedes Mal aufs neue fasziniert, was der Körper alles aufsaugt und speichert, wenn wir uns der Sache nicht annehmen. Aber auch was wir auflösen können, wenn wir HINHÖREN.

Ich muss nichts und doch ist alles möglich. Ich bin richtig hier an diesem Ort, auf dieser Welt, mit dieser Seele, in diesem Körper. Alle Antworten sind in mir und zeigen sich, wenn ich bereit bin. Ich muss nicht durchs Leben hetzen, nach Antworten suchen, glauben je schneller ich laufe, desto schneller komme ich ans Ziel. Das Leben hat seinen eigenen Plan für mich und darauf darf ich vertrauen.⁠⠀
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Ich habe schon so viel geschafft und bald bin ich aus meinem Kokon herausgewachsen. Der Schmetterling, der dann daraus schlüpft, ist wunderschön – ich weiß es einfach. ⁠⠀
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Und wisst ihr was? Vanessa ist der Name einer englischen Schmetterlingssorte 🧡

Hier ist heute Climate Strike – ein guter Anlass für mich, mal wieder meine Überzeugungen zu betrachten. Ich sehe viele Umsetzungen zur Nachhaltigkeit, die ich toll finde und sie im Alltag doch nicht so einfach sind, wie man denkt. Und das ist okay, denn ich weiß dass ich etwas tue, jeden Tag bewusste Entscheidungen treffe, weniger und gezielter konsumiere und so wenig Plastik im Haus habe, wie mir gerade möglich ist (und das ist ziemlich wenig im Vergleich). ⠀

Eine bewusste Entscheidung sind Kleidung und Schuhe. Ich suche seit Monaten nach solchen weißen Sneakern, pur weiß, ohne schnick schnack, Glitzer, schlicht halt. Alles was ich gesehen habe, hat entweder nicht dem entsprochen oder war super teuer. Ich bin gern bereit, für gute Qualität auch etwas mehr auszugeben, aber nicht für Ramsch und nicht für billig produzierte Produkte. So bin ich irgendwann regelmäßig auf diese Schuhe von @veja gestoßen, und musste erkennen, dass das genau die Schuhe sind, die ich suche. Wer Veja nicht kennt, es ist ein französisches Unternehmen was in Brasilien unter fairen Bedingungen produziert. Viele Schuhe und ihr Schnitt ähneln einer bekannten Marke sehr und sind quasi das fair gehandelte Gegenstück. Ich bin sehr happy damit, und wenn ich besser vorbereitet wäre, hätte ich das passende Erklär-Heft dazu noch griffbereit #sorry! 🌿

Ich lese unglaublich viel und bilde mich weiter. Mich lässt die Verbindung zwischen Körper und Seele nicht los, und ich glaube dass es da so so viel Potenzial für Heilung gibt. Wenn ich aus meinen Gesprächen in den letzten Wochen etwas mitgenommen habe, dann das wir immer noch darauf getrimmt sind, GEGEN den Körper zu arbeiten, ihn zu vernachlässigen, ihn als abgetrennten Teil von uns dafür verantwortlich zu machen, dass wir dies und jenes haben. Doch er versucht uns verzweifelt, etwas zu sagen – und wir hören nicht zu. Deswegen ist meine größte Vision, Menschen wieder mit ihrem Körper zu verbinden und MIT ihm zu arbeiten, um endlich frei zu sein. Ob daraus ein kleines Projekt entsteht? Das erfahrt ihr in den nächsten Wochen hier ✨⠀

BEOBACHTE // Die letzten Tage im Yoga Training waren unheimlich bereichernd und wertvoll. Ich spüre genau, dass das der Ort ist, an dem ich sein muss gerade. Gleichzeitig ist es eine einmalige Gelegenheit, mal wieder viel über mich selbst zu lernen – und vor allem die Anteile in mir, die sich noch unsicher fühlen. Ich werde also zum Beobachter meiner Selbst, wie als wäre ich zweimal im Raum. Das ist eine Fähigkeit, die ich mir über den Sommer hin beigebracht habe, und sie erfordert viel Übung. Und sie ist es mehr als wert 🧡

WENN TRÄUME WAHR WERDEN // Anfang des Jahres habe ich mir die Frage gestellt, was ich in den nächsten 3 Jahren für Wünsche habe, und wie viel Geld ich dafür brauche. Ganz unabhängig davon, woher dieses Geld kommt, einfach ins Herz hören und etwas klar vor Augen haben. Ich habe etwas aufgeschrieben, was mir einfach so in den Kopf kam. Es fühlte sich richtig an und ich habe gespürt, dass das mein Weg ist. Ein Weg der Heilung, ein Weg zu mir und meinem Körper. Ein Weg zu tieferem Verständnis, zu mehr Klarheit und mehr Stärke.⁠⠀
Heute ist der Tag gekommen und ich könnte wohl kaum glücklicher sein. Dieser Wunsch hing seit dem Moment im Januar an meinem Vision Board und ist mir immer wieder begegnet, seitdem ich in Vancouver bin. Und dann hat sie sich einfach aufgetan, diese Gelegenheit – nämlich dann, als das Leben andere Pläne mit mir hatte als mich diesen Monat für das letzte Semester zurück nach Deutschland zu schicken. Dankbarkeit und Vorfreude fließt durch meinen Körper, weil er weiß, dass uns etwas Großes erwartet: eine Ausbildung zur Yoga-Lehrerin! 💓

INNERE KLARHEIT // Mir ist heute wieder bewusst geworden, wie viel mir meine Morgenroutine bedeutet. Wir neigen so oft dazu, uns nach dem Aufstehen direkt allen anderen zu widmen. Handy an, Nachrichten beantworten, Instagram, Mails, schnell fertig machen und ab zur Arbeit. Wie der Tag da produktiv und achtsam laufen soll, kann ich mir gar nicht mehr vorstellen. ⁠⠀
Ich habe für mich gelernt, dass mein Morgen heilig ist und NUR für mich. Ich stehe auf und nutze die Zeit bewusst ganz für mich. Kein Handy, keine Hetze, keine To-Dos, nur ich. Ein Teil dieser Quality Time ist die Meditation, die manchmal 30 und manchmal 5 Minuten dauert. Ich lasse mich einfach leiten von dem, was ich fühle – wenn auf die Frage, was ich heute erkennen darf nur folgt, was ich heute organisatorisch vor mir habe oder was mein Outfit des Tages werden könnte, fein. Wenn ich die Zeit nutzen darf, um meine Gedanken zu sortieren und etwas über mich zu lernen – umso besser. Ich stelle keinen Timer und ich zwinge mich auch nicht, ich weiß einfach dass die Dinge sich ergeben, wie es richtig ist für mich ✨

ICH BIN… // Warum sagen wir uns selbst so selten, dass und warum wir stolz auf uns sind? Ich bin stolz auf die letzten 8 Monate. Auf das Wachstum, die Erkenntnisse und den Raum für meine Seele. Stolz darauf, zu meditieren, täglich in mein Buch zu schreiben und mit einem klareren Kopf in den Tag zu starten. Stolz, dass so viel mehr Magie und wunderbare Menschen in mein Leben gekommen ist. Wie ich Moritz vor dem Flug so passend gesagt habe: Das Leben hat noch so viel vor mit mir – und yes, ich bin mit jedem Tag mehr bereit dafür.⁠

FEEL THE LIGHT // Vielleicht geht es bei Heilung nicht immer darum, das Licht und die Lösung im Außen zu suchen. Vielleicht ist das auch die Gelegenheit, Licht in unser Inneres zu schicken, und Verantwortung für uns selbst zu übernehmen. Vielleicht lohnt sich ein Perspektivwechsel, um zu erkennen, dass Du es in der Hand hast. Vielleicht erkennst Du dann, dass alle Antworten bereits in Dir vorhanden sind. Es braucht Mut, diesem Weg zu folgen, aber ich wünsche mir nichts mehr als dass so viele Menschen wie möglich diesen Mut wiederfinden, um sich selbst das beste Wundermittel zu sein 🧡

MEIN LEBEN GEHÖRT MIR // Und ich liebe es. Ich kann mein Leben in die Hand nehmen, Entscheidungen treffen, die MIR gut tun und meiner Seele entsprechen. Ich kann für mich sorgen und zuhören, was mein Körper zu sagen hat. Ich lerne, präsent zu sein. Ich zu sein. Mutig zu sein. Und das wichtigste: Verantwortung für mich und mein Leben zu übernehmen. Ich habe mir viele Facetten meiner inneren Welt angeschaut und bin unangenehmen Gefühlen begegnet. Aber irgendwann habe ich eine Entscheidung getroffen und die heißt: AKTIV LEBEN. Gerade erst wieder auf dem Flug nach Deutschland – und ich freue mich darauf, all diese kleinen Pflänzchen wachsen zu sehen, deren Samen ich in den letzten Wochen gesät habe ✨

SCHWERE // Ich weiß, ich erzähle immer ganz leidenschaftlich davon, was man alles für die Umwelt tun kann, und so empfinde ich auch. Manchmal gibt es aber auch Tage, da wünsche ich mir mehr simple Lösungen, weniger Verzicht, weniger Weltschmerz und Augen auf im Lebensmittelkauf. Mehr unverpackt-Läden, mehr Nachfüll-Möglichkeiten, mehr unverpacktes glutenfreies, mehr intuitives Einkaufen. Diese Tage gehen auch vorbei, klar. Dann freue ich mich zum Beispiel umso mehr über eine leckere vegane Lasagne aus dem Deliciously Ella Kochbuch – so wie heute! 

DIE BESTE FUNKTION DEINES KÖRPERS // ist Atmen. Den Wind aufzusaugen, die Lungen mit frischer Lebensenergie und Klarheit zu füllen. Es passiert einfach so und wir können nichts dagegen tun. Egal wie wir uns fühlen, wo wir sind, wie alt wir werden. Doch wir atmen oft sehr flach, ohne es zu merken. Ziehen den Bauch ein beim Einatmen und blasen ihn auf beim Ausatmen. Leider versorgt das unser System nicht richtig. Die Organe in unserem Körper brauchen Sauerstoff, unser Gehirn kann dann klarer denken und vor allem unser Bauch, das Zuhause unserer Gefühle, braucht genau das. Auch Angst und Stress spielen hier eine große Rolle. Der einfachste Weg, um besser zu atmen – so banal es klingen mag – ist, für mehrere Atemzüge ganz bewusst tief ein- und auszuatmen. Du kannst Deine Hand auf den Bauch legen, um es auch wirklich zu spüren. Vor allem, wenn Du gestresst bist oder Angst aufkommt, genau dann ist der richtige Moment. Durch das Gefühl hindurch atmen. Und dann gibt es noch etwas, was Du jeden Tag üben kannst: den Bauch zu weiten und „aufzublasen“, wenn Du einatmest, und ihn flach werden zu lassen, wenn Du ausatmest. So gelangt viel mehr Sauerstoff in Deinen Körper und Du spürst direkt eine Veränderung. Probier es aus und erzähl mir gern, was Deine Erfahrung zum Thema Atmen ist!⁠

UMWELTLIEBE // Gibst Du dein Bestes? Möchtest Du positiv dazu beitragen, dass wir ein gutes Leben haben? Tust Du wirklich, was Du kannst?⁠⠀
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Es gibt immer mehr, und es geht immer besser. Aber sich ein paar Dinge rauszusuchen, die man gut in den Alltag integrieren kann, ist nicht zu viel verlangt. Sich aus dem Problem rauszuhalten und zu glauben, „die anderen machen das schon“ ist wirklich nur einfach aber nicht klug. Jeder kann sich beteiligen, und wenn man nur mit einer einzigen Sache anfängt. Die Einstellung „ich kann ja eh nichts bewirken“ hilft leider auch nicht, denn wie man immer wieder sieht, können Menschen gemeinsam unheimlich viel bewegen, und die Liebe (hier zur Natur) siegt am Ende – hoffen wir es. Aber nicht nur das, ich möchte Dich dazu anregen, auch zu handeln. Am Ende geht es darum, Verantwortung zu übernehmen für unser Leben, unser Wirken und das, was wir den Generationen nach uns hinterlassen. Wenn Du nicht weißt wie, hier meine besten Tipps:⁠⠀
🌿 Kaufe möglichst regional, saisonal und vor allem Lebensmittel, deren Inhaltsstoffe Du aussprechen kannst⁠⠀
🌿 Bring Deinen eigenen Kaffeebecher oder Deine Trinkflasche mit, und einen eigenen Beutel/Rucksack/Tüte⁠⠀
🌿 Recycle, reuse, repair⁠⠀
🌿 Probiere veganes Essen aus, vielleicht zu Beginn nur einen Tag in der Woche, dann zwei, dann drei… – wenn nicht, vegetarisch – und wenn Du doch Fleisch kaufst, dann kaufe weniger und dafür Bio-Qualität. Vielleicht sogar beim Metzger?⁠⠀
🌿 Wenn Du kannst, nutze Glas- oder Papier- eher als Plastikverpackung, oder tatsächlich gar keine Verpackung⁠⠀

I AM // Love and Light. Ich vertraue dem Leben und darauf, dass es mich dorthin führt, wo ich sein soll. Mir aufzeigt, was mein Weg ist, und mich bestärkt, Dinge zu verfolgen, die mir bisher noch Angst machen. Davon gibt es viele, gerade auf meiner aktuellen Reise und vor allem bei der Frage, was ich in dieser Welt hinterlassen kann. Ich übe mich darin, die Angst liebevoll anzunehmen und erinnere mich immer wieder an den besten Ratschlag dazu: dort wo deine größte Angst wohnt, ist auch dein größter Raum für Wachstum 🧡⁠⠀

NATURE // Es ist sooo schön, sich mit der Natur zu verbinden. Sie aufzusaugen, sie zu pflegen und achtsam mit ihr umzugehen. Wir haben viel gelernt in unseren Camping-Tagen ohne einen Wasseranschluss. Mussten feststellen, dass unsere Kalkulation nicht ganz hinhaut und haben so viel mehr darauf geachtet, wie viel und wofür wir das Wasser verwenden. Haben Nudelwasser zum Einweichen und graues Wasser für die Pflanzen genutzt. Es hat uns viel erkennen lassen über unser Verhältnis zur Natur und der Ressource Wasser, unserem Konsum und der Selbstverständlichkeit, die wir all dem entgegenbringen. Ich bin ehrlich, auch für mich ist Wasser eines der Dinge, die sich von all dem noch am „selbstverständlichsten“ anfühlen, weil es da ist, sobald man den Wasserhahn aufdreht. Ich kann absolut verstehen, wie schwer es ist, sich das Gegenteil vorzustellen. Camping ist auf jeden Fall ein guter Start dafür, denn nichts ist unendlich 💚⁠⠀

KÖRPERLIEBE // Ich beschäftige mich schon seit gut einem Jahr mit unserem Körper und dem, was er uns sagen möchte. Was die kleinen Zeichen, Schmerzen, Symptome sind, die ich immer wieder spüre. Das hat meine Wahrnehmung unheimlich verändert, aber es reicht nicht immer aus, denn so lange man nicht das große Ganze erkennen kann, hilft einem das nur bis zu einem gewissen Punkt. Was mindestens genauso wichtig ist, ist das, was man sich und seinem Körper jeden Tag erzählt. Wie man mit ihm umgeht, wie man ihn pflegt und welche Art von Gedanken man in ihm pflanzt. Jetzt denkst Du wahrscheinlich: „Also ich bin ganz liebevoll mit meinem Körper“ – achte mal darauf. Die Bewertungen und negativen Gedanken sind schnell und man bemerkt sie manchmal gar nicht. Wir sind so darauf getrimmt, dass es mehr Bewusstsein braucht, um auch die kleinen Verurteilungen zu erkennen, die in unseren Köpfen rumschwirren. Frag Deinen Körper mal, wo er mehr Liebe vertragen könnte 🧡⁠

DIE MAGIE DES LEBENS // Unsichtbare Kräfte sind so oft um uns herum, manchmal nimmt man sie wahr, manchmal nicht. Vielleicht liegt es daran, dass ich angefangen habe, mich mehr mit dem Universum und der Mondenergie zu beschäftigen, vielleicht liegt es auch einfach nur an mir. Ich habe mir angewöhnt, verstärkt darauf zu achten und erlebe seitdem so viele „magic moments“ wie nie zuvor. Ob es der Ort und die Straße unseres letzten Urlaubs sind, die Tiere, die uns beim Camping umgeben oder die Menschen auf die ich treffe, während ich auf meiner inneren Reise bin und die genau das verkörpern, was ich suche. Hin und wieder klingelt es richtig in meinem Ohr, wenn ich die Magie spüre. Das mag verrückt klingen, aber es ist wahr und ich liebe diese Momente, weil sie mir zeigen, dass ich für mich auf dem richtigen Weg bin. Weil es keine Zufälle gibt und weil man immer das anzieht, worauf man sich fokussiert. Sich auf die Magie des Lebens zu fokussieren ist also eine ziemlich schöne Idee ⁠✨ 

⁠UMDENKEN // Ich lebe so unheimlich gern in einer Stadt am Meer. Und ich bin sehr dankbar dafür. Wenn nur irgendwie möglich möchte ich das nie eintauschen. Es gibt mir so viel und erschafft ein Lebensgefühl, was ich schätze wie nichts anderes. Die Wellen, das Rauschen, die Freiheit, die Wasser vermittelt. Vielleicht liegt es daran, dass ich Wassermann bin, vielleicht geht es allen Menschen so.⁠⠀
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Was mich beschäftigt, sind die Dinge, die dem Wasser und allem was damit verbunden ist schaden. Wir leben hier in einer Stadt, die vor allem vom Tourismus getrieben ist. Auch vom Kreuzfahrt-Tourismus. Ich sehe so viele Menschen, die in die Stadt strömen, eine schnelle City-Tour machen und alles fotografieren, was ihnen vor die Linse kommt. Aber lernen sie die Stadt wirklich mit all ihren Facetten kennen? Schlendern durch die Straßen und lassen sich treiben? Unterhalten sich in Ruhe mit einem Kanadier über das Leben hier? Ich weiß es nicht…⁠⠀

KÖRPERARBEIT // Ich habe in diesem Jahr schon mehrmals erleben dürfen, wie kraftvoll der Körper ist und was man alles erreichen kann, wenn man ihm zuhört und Raum gibt. Vor einiger Zeit war ich hier bei einem Breathwork-Workshop, der eine spezielle Atemtechnik nutzt, um Traumata, Ängste und Spannungen zu lösen. Ich wusste nicht, was mich erwartet, aber habe schon so viel darüber gelesen und gehört, dass ich es unbedingt ausprobieren wollte. ⁠⠀
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Das Erlebnis war nicht von dieser Welt. Die Atemtechnik gibt dem Bauch mehr Luft, denn dort sitzen unsere Gefühle – vor allem die unterdrückten. Trotz der Tatsache, dass jeder natürlich eine unterschiedliche Erfahrung macht, konnte ich spüren, wie viel Energie freigesetzt wird. Meine Hände und Beine wurden taub (man sagt, dass gerade taube Hände währenddessen für Angst stehen, die aus dem Körper heraus fließt!). Auch wenn ich selbst weniger gesehen und dafür mehr gefühlt habe – die Geschichten einiger Mädels im Raum haben mir hinterher Gänsehaut bereitet.

ABSCHALTEN // Ich blicke dankbar zurück auf die letzten Tage. Sie haben mir viel Raum und Kraft gegeben, Klarheit und Frieden in mir geschaffen. Sich so mit der Natur zu verbinden habe ich vorher nie erlebt und ich bin sehr glücklich, das hier zu können. Es gibt gute Gründe (außer dem Mann an meiner Seite), warum ich hier herkommen sollte. Das Leben hat mich quasi eingeladen, zu wachsen. Und vor allem, mich zu verbinden: mit dem Wasser, der Natur, und mir selbst. Interessant, dass das genau die Chakren anspricht, die ich stärken darf. Und weil das zu zweit immer besser geht als allein, habe ich heute eine Session mit Lynn Helen Fischer ✨

NEWS // Wow, ist hier viel passiert die letzten Monate. Wir sind angekommen, haben einen Job gefunden, unsere Wohnung mit Liebe gefüllt und genießen den Sommer in einer der schönsten Städte der Welt. Anfang September wäre meine Zeit hier vorerst zu Ende… Wenn da nicht das Leben dazwischengefunkt hätte.⁠⠀
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In einem Post vor ein paar Wochen hab ich schon angedeutet, dass nicht alles so läuft, wie ich mir das vorgestellt habe. Erst einmal unfreiwillig wurde ich quasi eingeladen, meine Pläne über den Haufen zu werfen und mich neu darauf einzulassen. Zu akzeptieren, dass man nicht ändern kann was passiert ist und anzunehmen, was stattdessen kommt – in meinem Fall ein neuer Zeitplan.⁠⠀
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Somit bleibe ich bis März 2020 in Vancouver und verlängere mein Praktikum. Im Endeffekt habe ich die Dinge umgedreht, von anfänglicher Angst und Zweifeln hin zu Vorfreude und ganz viel Wachstum 🧡 ich nutze meine Zeit, um zwei Wünschen nachzugehen, die mir seit Anfang des Jahres im Kopf herumschwirren. Und es wird großartig! Noch nie habe ich mich so kraftvoll in meinem eigenen Leben gefühlt und ich entdecke Tag für Tag neue Zeichen, die dafür sprechen, dass es die absolut richtige Entscheidung ist. Nach anfänglichem Sträuben und Ohnmacht habe ich losgelassen und alles fügt sich. Das Leben ist FÜR mich, auch in jeder noch so schmerzhaften Erfahrung. Mehr zu diesen Wünschen, wenn es Zeit ist ✨

OFFENHEIT // Hab in den letzten Wochen wieder was gelernt: mein Ego ist ganz schön clever und präsent. Mir ist einige Male aufgefallen, wie ich andere Menschen bewerte (wie passend, dass ich erst letztens auch darüber geschrieben habe) und da so ein ganz bestimmtes Gefühl in mir hochkommt. Im Post letzte Woche habe ich ja schon erwähnt, dass ich dieses Gefühl im letzten halben Jahr sehr oft gespürt habe. Neben der Bewertung, die ich mittlerweile gut erkenne, musste ich erst genauer hinschauen, um zu erkennen, dass es tatsächlich Neid ist. Keine schöne Erkenntnis im ersten Moment kann ich sagen. Nachdem ich aufgehört habe, mich selbst darüber aufzuregen, dass ich das fühle und es als negativ abzustempeln, hab ich mich getraut zu hinterfragen, was da eigentlich dahintersteckt. Es hat ehrlich gesagt ein bisschen gedauert, aber die Einsicht, dass diese Menschen etwas (erreicht) haben, was ich auch gern (schon) hätte, war ein Schlüsselmoment. Anstatt mich für sie zu freuen, hab ich sie innerlich zu einer Art Feind gemacht. Das umzudrehen war ein wenig Arbeit, aber es hat mir sehr geholfen und neue Welten für mich geöffnet. Wie sagt Julia Engelmann so gern: Wer andere ausgrenzt, grenzt sich selber ein.⁠

DER PLAN DES LEBENS // Als ich letztens hier durch meine ganzen Workshop-Zettel geblättert habe, ist mir ein ganz besonderer Spielplan in die Hände gefallen. Im November habe ich das Spiel des Lebens gespielt – nein, nicht das von Hasbro – und dank der lieben Spielleitung von Tatjana als auch den anderen Mädels im Raum einen sehr deutlichen Fahrplan bekommen, was meine Aufgaben und Schritte im Leben sind. Klingt unheimlich verrückt, ich weiß. Nicht nur, dass das Spiel mich tatsächlich auf meine Themen hingewiesen hat, es ließ mich auch nach Hause gehen mit dem Wissen, woran ich arbeiten darf und was ich auflösen muss, um weiterzukommen. Oft fehlt einem das ja nach anderen Workshops, die inhaltlich toll sind, aber zu Haus weiß man irgendwie nicht so richtig, wie man da rangehen soll. ⁠⠀
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Wenn ich nun zurückschaue, kann ich sehen, was ich schon erreicht habe. Ich bin durch unheimlich viel Unzufriedenheit gegangen, habe ein neues Körpergefühl und eine andere Art von Nähe entwickelt. Ich habe Neid gespürt und hinterfragt. Landete wieder in der Unzufriedenheit, bis ich vor einigen Wochen den Schritt in Richtung Sinnlichkeit angetreten habe und nun an meiner Fähigkeit arbeite, loszulassen und unterdrückte Gefühle zuzulassen. Diese Meilensteine zu spüren lässt etwas in mir wachsen, was ich nicht oft gefühlt habe in der Vergangenheit: Ich bin stolz auf mich und freue mich auf das, was noch vor mir liegt ✨⁠⠀

BEWERTEN // Ich hatte vor einer Weile ein sehr interessantes Gespräch mit einer Freundin, in dem wir uns ewig über Bewertungen unterhalten haben, und wie diese sich auf das Leben auswirken. Dabei haben wir mal wieder festgestellt, wie schnell man doch dazu neigt, und wie versteckt kleine Bewertungen auch sein können. Wie wir das Leben anderer bewerten, weil wir möchten, dass sie es nach unseren Vorstellungen leben. Jeder von uns tut das, und das ist, glaube ich, menschlich – bis zu einem gewissen Grad. Wir bewerten Aussehen, Meinungen, Entscheidungen, und nehmen uns selbst dabei meist ziemlich wichtig, die Welt darf sich gern um uns drehen. Wer aber sind wir, dass wir über andere urteilen können? Selten kennen wir die ganze Geschichte. Selten sind wir so nah dran, dass wir wirklich eine objektive Meinung abgeben können. Und noch seltener werden wir tatsächlich nach unserer Meinung gefragt. Wie sagt man so schön? Ratschläge sind auch Schläge. Was wir beide daraus mitgenommen und ich in den letzten Monaten dazu gelernt habe, erzähle ich noch ein bisschen ausführlicher im neuen Blogbeitrag!

CREATE // Ich will aus einem passiven ein aktives Leben machen. Ich will mich nicht länger von Äußerem im Innen beeinflussen lassen. Ich will das Leben annehmen, wenn es meine Pläne ändert, und neue schmieden 🧡

LOSLASSEN // Es gibt ein paar Dinge in meinem Leben und in meinem Kopf, die ich unheimlich gern loslassen möchte. Gefühle von Schuld und Scham, von Wut und von Hilflosigkeit. Trotz dem ich mir sehr bewusst darüber bin, was da in mir vor geht und oft auch, warum ich diese Gefühle habe, ist es schwer. Schwerer als ich geglaubt habe, und schwerer als ich mir eingestehen möchte. Ich weiß nicht mal, ob ich es alleine kann. Aber es gibt Dinge die mir dabei helfen, und ein Abend mit Menschen die genauso fühlen gehört dazu. Und so nehme ich den inneren Glow mit nach Hause, die gute Energie, das Wissen, nicht allein zu sein und ein neues Puzzelteil in mir, das seinen Platz gefunden hat. Danke für dieses Erlebnis beim Full Moon Ritual!

VERTRAUEN // Warum nur fällt es einem so schwer, den Dingen einfach ihren Lauf zu lassen, zu vertrauen, dass sich alles fügen wird und nicht an irgendeinem Stolperstein festzuhalten? Mir geht es auf jeden Fall so, dabei habe ich in diesem Jahr mehrmals schon das Gegenteil gelernt. Das Beste passiert doch, wenn man loslässt. Sich auf das Leben einlässt und jede vermeintliche Hürde als Herausforderung sieht, um danach ans Ziel zu kommen. Wie angespannt muss unser Körper sein, wenn man innerlich immer an etwas festhält und doch nicht so richtig vertrauen kann? ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀
In meinen letzten Wochen lief vieles nicht so wie geplant. Ich habe mich so oft gefragt, warum das jetzt passieren muss und was mir das Leben damit sagen will. Wo doch endlich alles zusammengefunden hat – ich mein Praktikum und die gute Bezahlung, wir diese süße Wohnung. In den letzten Tagen hat sich der Nebel ein bisschen gelichtet und ich fange an zu verstehen, wofür die Dinge gut waren. Ich entspanne mich, und das ist ein wunderschönes Gefühl. Ich vertraue wieder, und ich überlege mir, was ich mit dem neu gewonnenen Plan alles anfange. Herbst, ich komme! 🧡

GRENZEN ÜBERWINDEN // Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, war ich hier in Vancouver die letzten Monate auf Praktikumssuche. Das ist Part meines Studiums und dadurch, dass Moritz im Oktober nach Kanada ausgewandert ist, bot sich die Stadt geradezu an. Nicht nur das, auch die Nähe zum Thema Nachhaltigkeit haben mich überzeugt. Ich habe mich vorab schon aus Deutschland beworben, aber musste hier weitersuchen – 2 lange Monate hat es gedauert. Eine Zeit, in der ich sehr viel über mich und meine gedanklichen Grenzen gelernt habe. Ich habe mich getraut, etliche Menschen einfach angeschrieben, sie um ein Kaffee trinken gebeten, und in 8 von 10 Fällen absolut keine Antwort bekommen. Hallo Ego, da müssen wir uns erst dran gewöhnen. Selbst nach einem guten Kaffee oder begeisterten Telefonat meldet sich kaum noch jemand, so ist das hier eben. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀
Mein Problem: ich musste zum Mai ein Praktikum finden. Der 1.5. rückte immer näher, kam, aber keine Zusage. Es gibt verschiedene Menschen. Manche vergraben sich im Elend und glauben sowieso nicht daran, dass es noch klappt (so wie ein alter Teil in mir), manche wollen dir beistehen, helfen aber mit Kommentaren wie „Na Mai ist ja aber bald!“ auch nicht wirklich, und manche, die dir gut zu reden und gleichzeitig vermitteln wollen, dass ein BEZAHLTES Praktikum in Vancouver sowieso ganz selten ist. Gut, danke, das hilft mir wenig. Was hat mir aber geholfen? Ein Glaubenssatz, den ich erst lerne: wenn das eine nicht klappt, wartet etwas viel Besseres auf Dich (das musste ich mir ziemlich oft einreden)… Siehe da ✨ ich habe ein Praktikum gefunden und werde sogar angemessen bezahlt! Unglaublich.
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Ich bin ein bisschen zynisch, doch es zeigt mir nur, wie sehr Grenzen doch in den Köpfen des Gegenübers und oft auch in unserem eigenen Kopf stecken. Niemand, wirklich niemand hat Dir einzureden, dass etwas nicht geht. Alles ist möglich, wenn wir uns selbst erlauben, genau das zu erreichen und verdient zu haben.

NUTZE DEINE STIMME // Ich lese gerade das Buch „The Four Agreements“ von Don Miguel Ruiz. Nicht nur, dass es wunderbar geschrieben ist, es gibt auch ganz rationale Ansichten über das Leben und den (falschen) Weg, den viele Menschen wählen, in dem sie an ein System glauben, das andere ihnen eingepflanzt haben: nicht gut genug zu sein, dumm, hässlich, unsportlich, sich anpassen zu müssen um geliebt zu werden usw. 
Das Buch verdeutlicht auch, dass unsere Stimme das wertvollste ist, das wir besitzen. Kein anderes Lebewesen auf dieser Erde hat diese Fähigkeit. Unsere Stimme hat so viel Macht, unsere Worte so viel Einfluss und Langlebigkeit in den Ohren und Herzen anderer. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀
Ich gehöre auch zu diesen Menschen, die an ein äußeres System glauben bzw. geglaubt haben; an das, was andere mir über mich erzählt und wie sie mich behandelt haben. Doch ich lerne gerade, genau das abzulegen, an mein eigenes System und die Kraft hinter meiner Stimme zu glauben – die Kraft hinter jeder Stimme. Es gibt so viele kluge Gedanken und volle Herzen da draußen, die so viel Gutes in die Welt bringen können, sich aber nicht trauen, weil sie noch an das System der anderen glauben. Lasst uns offen sein für jede Stimme, jeden Mutigen, jede Seele und jedes Herz.

DIESER WEG // Meine letzten Monate waren anstrengend – eine neue Umgebung ist anstrengend, eine neue Sprache ist anstrengend. So viel neues ist mir jeden Tag begegnet, so viele Herausforderungen und Aufgaben, die das Leben für mich bereit gehalten hat. Ich war oft verzweifelt und hab mich gefragt, warum es so schwer sein muss. Warum kann ich nicht schneller ein tolles Praktikum finden? Warum kann ich nicht mehr gute Gespräche haben? Warum kann es nicht endlich mal leicht sein? Der Weg war lang. Und nun, wo ich eine Hürde geschafft habe und so froh bin, endlich wirklich anzukommen und mal durchzuatmen – schwups, die nächste Baustelle. Manchmal möchte man ja einfach nur mal richtig schön fluchen. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀
Während ich hier so auf der Couch liege, auf die Abendstimmung schaue und über die Lösung meines Problems nachdenke, kommt mir ein neuer Gedanke. Was, wenn ich statt dem ganzen innerlichen jammern mein Leben an die Hand nehme und wir einfach eine Entscheidukg treffen. Was, wenn wir uns hinsetzen, die Optionen durchgehen und uns für eine entscheiden? Was, wenn ich dadurch vielleicht nicht das bekomme was ich ursprünglich wollte, aber vielleicht etwas viel besseres? Was, wenn das Universum einen klügeren Plan hat als ich? Was, wenn ich mich ganz verrückt darauf einlasse und darauf vertraue, dass es einwahnsinnig schöner Teil meines Lebens wird?

FREUNDSCHAFT // Vor ein paar Tagen hat mich jemand auf einem Event gefragt, ob ich es denn schwer finde, neue Freunde zu finden. Ich war überrascht von der Frage und gleichzeitig ist sie so naheliegend. Ich wusste erstmal nicht recht, was ich sagen soll, denn auch sie gehört ganz automatisch zu denjenigen, die ich als potenzielle neue Freunde sehe – einfach, weil wir uns noch nicht kennen und die Möglichkeit immer besteht. Ich habe aber schnell zwei Dinge gemerkt: ich will gar keine Freundschaft erzwingen. Ich will dass sie natürlich entsteht und nicht durch die Frage „wollen wir Freunde sein?“, und das braucht Zeit. Mehr Zeit als ein zufälliges Treffen oder zwei. Denn nicht jeder ist auf der Suche nach neuen Freunden, die meisten Menschen haben ihr festes Umfeld (außerdem hat mein innerer Kritiker Angst vor der Frage, und vor allem vor der Antwort). Dann gibt es aber auch noch die, die selbst im Ausland waren oder neu in ein Land gekommen sind und ganz genau wissen, wie es sich anfühlt… So muss am Ende jeder für sich entscheiden, wie offen er ist. Ich freue mich aber auch einfach über viele herzliche Begegnungen, die vielleicht nicht direkt in eine Freundschaft münden, aber einfach gut tun. Also gehe ich mit offenem Herzen in die Welt und freue mich auf die Wegbegleiter, die da kommen.

MUT // In regelmäßigen Abständen steht meine Angst sinnbildlich vor mir. Meistens wenn der letzte Abschnitt zäh war, etwas ungewohntes vor mir liegt oder ich nicht weiß wie es weitergehen soll. Vor ein paar Tagen schrieb ich einer Freundin in genau so einem Moment, und nach unserem kurzen Telefonat las ich ihre Zeilen: „Ich finde es ganz toll dass du den Mut hast, dich so ins Abenteuer zu stürzen!“. Ich denke oft über Mut nach seitdem ich hier bin. Was ich vorher mutiges getan habe, und ob ich mich als mutig beschreiben würde… Die Antwort ist schwammig, ich würde eher sagen ich denke bei den meisten Dingen nicht so viel nach, wenn es sich gut anfühlt tue ich es. Das klappt aber natürlich viel besser bei Sachen, die kurzweilig sind. Oder wo die Kurve so steil bergauf geht, dass man nicht ins Nachdenken kommt. Wahrscheinlich ist das die Bremse für aktives Handeln – und dann kommt Mut ins Spiel, indem man es trotzdem macht. Als ich diesen Flug nach Kanada gebucht habe war da nichts mit langem Überlegen. Da war auch kein Mut. Mir war klar dass ich das mache, fertig – und ich habe nie daran gezweifelt. Jetzt hier in Vancouver begegnet mir Mut ganz oft. Wir kennen uns sozusagen mittlerweile, aber so richtig trauen tue ich mich oft trotzdem nicht. Er scheint so größenwahnsinnig und kühn. Bis so kleine Nachrichten kommen wie oben, die mir bewusst machen dass Mut nicht groß ist. im Gegenteil: Er ist ganz klein und zeigt sich in jedem neuen Schritt.

KOMFORTZONE // Hier gibts nicht mehr viel davon. Ein Leben mit den gleichen Regeln, auf einem neuen Spielplatz. Man muss sein Plätzchen finden, Spielkameraden und wissen wo sein sicherer Ort ist. Zu letzterem weiß ich die Antwort ganz sicher, doch der Rest ist noch ziemlich wacklig. Wie viel Mut das kostet, mache ich mir wohl zu wenig bewusst. Wie oft ich mit meinen kleinen, unsicheren Schritten etwas Neues angehe, das spüre ich dafür ziemlich oft. Ich kann euch sagen, es ist unangenehm. Ich frage mich oft: was hab ich mir dabei nur gedacht – fremdes Land, fremder Markt, fremde Menschen, aber hauptsache mal ein Praktikum finden. Es überfordert mich. Und dann manchmal, auch ganz klein, zeigt sich das Universum und wirft mir ein Häppchen Tapferkeit zu. Das sind die Momente, die mir Sicherheit geben und die mich vertrauen lassen, dass sich alles ganz genau richtig fügen wird. Noch mehr Gedanken dazu gibt es im neuen Beitrag

DANKBARKEIT // Das Thema hat mich heute viel beschäftigt. Wie viel ist genug und wie häufig muss man das zeigen oder spüren? Ich war als Kind oder Teenager nie viel unterwegs, habe sehr wenige Urlaube mit meinen Eltern gemacht und hatte nie die Entspanntheit oder das Geld, einfach mal durch die Welt zu reisen. Mexiko hat meine Wahrnehmung im letzten Jahr auf jeden Fall verändert und ich spüre oft eine tiefe Dankbarkeit für meine Zeit dort. Doch wie alles im Leben verblasst es immer mehr und man muss sich bewusste Momente schaffen, um dieses Gefühl genau so wahrzunehmen. Da es keinen Maßstab gibt, wäre es ja gut, sich nicht zu vergleichen – auch das fällt mir schwer manchmal. Der Mensch an meiner Seite hat immer wieder solch eine Demut dem Leben und dem Moment gegenüber, dass ich regelrecht neidisch werde. Kennt das jemand? Vielleicht ist es meine Aufgabe, daraus noch mehr Dankbarkeit zu lernen und vor allem mir selbst viel öfter für das zu danken, was ich erreicht habe. Danke Vancouver, dass du mir nun ein zu Hause gibst und einen Ort, um neu anzufangen.

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3 Kommentare zu „Nachgedacht*

  1. Ich finde es mittlerweile super schwer in einer Großstadt wie Berlin richtige Freunde zu finden. Klar, es gibt die ganzen „Neu in Berlin“ Gruppen bei Facebook. Aber erfahrungsgemäß tummeln sich die Leute dort nicht ohne Grund. Meistens passt es dann doch nicht. Meistens sagen sie, sie sind am Aufbau einer Freundschaft interessiert. Doch dann passiert: gar nichts. Je älter man wird, desto mehr Druck macht man sich wahrscheinlich.

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    1. Liebe Nina, ich danke dir sehr für deine Gedanken! Es geht mir genauso. Im Zweifel ist es wohl doch ein globales Thema. Um ehrlich zu sein hat sich seit meinem Post dazu nicht wirklich viel getan, außer dass ich versuche entspannter damit umzugehen. Trotzdem glaube ich immer mehr, dass das finden einer Community die sich für die gleichen Themen interessiert wie man selbst, ein Schlüssel sein kann. Ich habe mich zum Beispiel zum Yoga Teacher Training angemeldet, und erhoffe mir davon tatsächlich ein bisschen mehr Verbindung, einfach weil man ein ähnliches Mindset hat und eine gewisse Zeit miteinander verbringt. Hast du sowas community-mäßiges mal ausprobiert?

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      1. Liebe Vanessa,
        ich habe dir mal eine private Nachricht bei Instagram geschickt.. 🙂

        Tatsächlich bin ich in einer Community, dort gibt es auch Leute die sagen dass sie an tieferen Verbindungen interessiert sind – leider musste ich da die Erfahrung machen, dass viele wieder nur reden und es nicht so ernst meinen.. das ist wirklich schade!

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